Die vierten Fürther Gespräche drehten sich um die Frage „Notfallversorgung 2030 – welche gemeinsame Vision tragen Rettungsdienst, Zentrale Notaufnahmen und die beteiligten Berufsgruppen?“. Rund 40 Expertinnen und Experten aus Rettungsdienst, Bildung, Krankenhaus, Wissenschaft, Verbänden und Politik folgten der Einladung des Instituts für notfallmedizinische Bildung (INOB) in die Klinikum Fürth Akademie.
Die Fürther Gespräche befassten sich mit diesem hochaktuellen Thema, das auch wegen des laufenden Gesetzgebungsprozesses viel Aufmerksamkeit erfährt.
Die Teilnehmer brachten ihre vielfältigen Perspektiven ein, so dass in intensiven Workshops Strategien für Präklinik und Klinik sowie eine gemeinsame Vision aller an der Notfallversorgung beteiligten Berufsgruppen erarbeitet werden konnte. Darauf aufbauend wird nun ein Positionspapier formuliert und anschließend veröffentlicht.
Dr. Janosch Dahmen, MdB und Prof. Dr. reg. pol. Andreas Beivers bereicherten die Veranstaltung mit wertvollen Impulsvorträgen. Dahmen berichtete über den aktuellen Stand der Notfallreform im Bundestag. Diese wurde am 15. Oktober 2026 zwischenzeitlich beschlossen. Prof. Beivers beleuchtete in seinem Vortrag vor allem die gesellschaftspolitische und ökonomische Perspektive der Notfallversorgung.
Der Bayerische Staatsminister des Inneren, Joachim Herrmann, hatte erneut die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen.
Die Notfallreform wird weitreichende Veränderungen mit sich bringen, auf die sich gerade die an der notfallmedizinischen Rettungskette beteiligten Berufsgruppen schnell einstellen müssen. Denn auch unter den sich verändernden Rahmenbedingungen steht das Patientenwohl im Mittelpunkt – bei einem hohen Niveau an Fallzahlen und anstehenden Sparmaßnahmen eine echte Herausforderung.
Damit dies gelingen kann, waren sich die Teilnehmer einig: der Austausch, die gemeinsame Expertise und eine detaillierte Abstimmung aller Beteiligten ist im Hinblick auf die anstehenden Herausforderungen besonders wertvoll.
So zog Prof. Klaus Meyer, geschäftsführender Direktor des INOB, ein positives Fazit: „Es freut mich sehr, dass sich die Fürther Gespräche als Think Tank für Experten aus Akut- und Notfallmedizin etabliert haben. Die erneut hochkarätige Besetzung und die engagierten Diskussionen unterstreichen das positive Miteinander aller beteiligten Player. Die Ergebnisse unserer Arbeit finden Gehör, daher werden wir mit Hochdruck an der Veröffentlichung der Resultate der diesjährigen Fürther Gespräche arbeiten.“
Das Positionspapier wird in Kürze auf https://inob.org/ veröffentlicht. Die Ergebnisse der vergangenen Jahre sind bereits dort zu finden.
hier.
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