FACHBEREICH PFLEGE

Neben hoher empathischer Kompetenz im Beziehungsaufbau zu Menschen weist der Pflegeberuf fundiertes und theoriegeleitetes Fachwissen auf. Durch wachsende Bedarfe der Spezialisierung, permanente Erweiterung des Wissens und die Notwendigkeit, evidenzbasierte Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft in die Pflegepraxis zu implementieren, erlangt die Qualifizierung und Kompetenzerweiterung von Pflegekräften eine besondere Bedeutung.

Formale Kompetenz wird durch Ausbildung mit Inhalten nach Prüfungsordnung erworben. Erweiterte kompetenzbasierte Qualifikation vermittelt der Fachbereich Pflege im INOB in Orientierung der aktuellen Bedarfslage nach Bildungsangeboten für erweiterte Lernorte der Aus- und Weiterbildung, Pflegepraxis und ein erweiterter 3. Lernort für Simulationen.

Fachbereichsleiter

Dr. rer. medic. Andrea Müller

Stabstelle Pflegewissenschaft Pflegedirektion Klinikum Fürth

Harald Reese

Leitung Bildungszentrum Klinikum Fürth

Bildungsangebote aus dem Fachbereich Pflege

Portversorgung und -pflege

Schulungsziel
Förderung der Kompetenz im Umgang mit Portkathetersystemen. Wahrung der Patientensicherheit bei Punktionen, bei Applikationen von Arzneimitteln und parenteralter Ernährung

Schulungsinhalte

  • Materialkunde: Portarten, Portsysteme, Portnadeln und Infusionsets
  • Intrathekale und intraperitoneale Portsysteme
  • Anlegen eines Ports, Implantation des Portsystems, Komplikationen
  • Portpunktion
  • Grundlagen zentralvenöse Zugänge
  • Indikationen und Kontraindikationen für eine Portanlage
  • Rechtliche Grundlagen der Delegation ärztlicher Tätigkeiten an nichtärztliche Mitarbeitende
  • Handhabung und Pflege des venösen Portkathetersystems
  • Informationen für Patienten und Angehörige
  • Dokumentation
  • Praktische Übungen am Modell

Schulungsvoraussetzung
Dreijährige Ausbildung Pflege mit Zusatzqualifikation Palliative Care


Zielgruppe: Pflegefachkräfte

Dozenten: Dr. Mark Abdelmalak (Operatives Zentrum für Allgemeinchirugie) Ι Dr. Ulf Prudlo (Palliativmedizin) Ι Claudia Raimer (Kursleitung WB Palliatative Care)

Umfang: 1 Tag

Teilnahmegebühr: 160,00 €


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Kommunikation und Service für MFA in Administration

Schulungsziel
Die Teilnehmenden erlernen sicheres Auftreten und gewinnbringende Kommunikation im Umgang mit Patienten und Angehörigen. Die Fä-higkeiten werden in Theorie und Praxis (Gesprächsszenarien/Video-training) geschult.

Schulungsinhalte

  • Grundsätzliches:
    – Wertschätzung, Echtheit, Empathie (Beratungshaltung nach Carl Rogers)
    – Rhetorik (Mimik, Körpersprache)
    – Die Worte, die ich wähle…
  • Patienten und Angehörigen stehen im Mittelpunkt
  • Kommunikation am Telefon (sicheres Auftreten, verbindliche Aussagen, Gesprächsinhalte)
  • Kommunikation per E-Mail
  • Klinisches Netzwerk (Verbindliche Empfehlungen für weitere Kontaktaufnahmen)
  • Schwierige Gesprächssituationen meistern (der fordernde Patient, aufgeregte Angehörige)
  • Deeskalierende Kommunikation und Verhalten

Zielgruppe: MFA

Dozenten: Natascha Köstler

Umfang: 1 Tag

Teilnahmegebühr: 175,00 €

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MFA & NotSan im Workflow ZNA, pädiatrischen Ambulanzen und im klinischen Setting

Schulungsziele
In einer Kombination aus E-Learning und anschließendem intensiven praktischen Einheiten vermittelt diese Fortbildung die wichtigsten Grundkenntnisse und praktischen Fähigkeiten für das Arbeiten in interdisziplinärer Umgebung der Akut- und Notfallmedizin.

Schulungsinhalte

  • Strukturierte Versorgung von Notfallpatienten: Erkennen von kritischen Patienten
  • Einsatz von diagnostischen Hilfsmitteln in der Akut- und Notfallmedizin
  • Allgemeine Pharmakologie
  • Herz-Lungen-Wiederbelebung
  • Wichtige notfallmedizinische Erkrankungsbilder
  • Airwaymanagement und Beatmung
  • Umgang mit speziellen Patientengruppen
Info: Bitte bedenken Sie, dass Sie zwei Arbeitstage im E-Learning zur Vorbereitung auf die Fortbildung aufwenden müssen. Das E-Learning inklusive eines dort integrierten Eingangstests muss bis Kursbeginn absolviert werden.

Zielgruppe: Notfallsanitäter Ι MFA

Dozenten: Gregor Maier Ι Jonathan Friedrich und weitere Kollegen

Umfang: 3 Präsenztage (zzgl. 2 Tage selbsständiges E-Learning zur Vorbereitung)

Teilnahmegebühr: 695,00 €

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Interkulturelle Kompetenz im Notfallwesen

Schulungsziele
Ziel dieser Fortbildung ist, die Teilnehmenden zu den Themen Kultur, Wahrnehmung und Medizinethnologie zu sensibilisieren und zur Selbstreflexion anzuregen.

Schulungsinhalte
Gerade im Notfallwesen erleben Mitarbeitende die Bandbreite der kulturellen Vielfalt der Gesellschaft. In kritischen Situationen muss häufig schnell und handlungssicher agiert werden – Kommunikation mit den Patienten ist für die Behandlung entscheidend. Um mit Menschen mit und ohne Migrations-hintergrund erfolgreich agieren zu können, sind kulturelle Kompetenzen fundamental. Die notwendigen Kompetenzen sollen durch diese Fortbildung vermittelt werden. Lehrinhalte sind u. a.:

  • Klärung der Begriffe Kultur/Weltbild
  • „Kulturdimensionen“ nach G. Hofstede
  • „Kulturstandards“ nach A. Thomas
  • Wahrnehmung und kulturelle Prägung

Zielgruppe: Notfallsanitäter Ι RD-Personal Ι Pflegefachkräfte

Dozenten: Andreas Brunner

Umfang: 1 Tag

Teilnahmegebühr: 175,00 €

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Hygienebeauftragte in der Pflege nach Med. HygV

Schulungsziele
Die Teilnehmenden lernen das Einhalten der Vorgaben zum Infektions- und Hygienemanagement und Infektionsprävention durch strukturiertes Hygienemanagement in den jeweiligen Abteilungen.

Schulungsinhalte
Themenschwerpunkte werden insbesondere auf die Aufgaben von Hygienebeauftragten in der Pflege gelegt, wie Mitwirken bei der Erstellung von bereichsspezifischen Hygienestandards, Umsetzung und Schulung von Hygienepraktiken in der eigenen Abteilung und Mitwirkung bei der organisatorischen Bewältigung von epidemisch auftretenden Kranken-hausinfektionen. Weitere Lehrinhalte sind:

  • Gesetzliche und normative Regelungen zur Krankenhaushygiene
  • Hygienemanagement und Aufgaben des Hygienefachpersonals
  • Ausbruchsmanagement
  • Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infektiösen Patienten
  • Krankenhaushygienische Begehungen, Analysen und Umgebungsuntersuchungen
  • Verfahrensanweisungen zur Prävention von nosokomialen Infektionen
  • Hygieneanforderungen in verschiedenen Funktions- und Risikobereichen
  • Haut-, Schleimhaut- und Wundantiseptik
  • Aufbereitung von Medizinprodukten, Desinfektion, Sterilisation
  • Schutzkleidung und -ausrüstung
  • Anforderungen an Krankenhauswäsche
  • Lebensmittel- und Küchenhygiene
  • Hygiene im Krankentransport/ Überleitungsbögen

Zielgruppe: Pflegefachkräfte

Dozenten: Abteilung für Krankenhaushygiene im Klinikum Fürth Ι Dr. Sabine Bock Ι Dr. Hans-Peter Maidhof Ι Hygienefachkräfte

Umfang: 4 Tage

Teilnahmegebühr: 490,00 €

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Hygienebeauftragte im Gesundheitswesen nach Med. HygV

Schulungsziel
Infektionsprävention durch Einhalten und Umsetzen der Vorgaben eines strukturierten Infektions- und Hygienemanagements in Einrichtungen und Institutionen des Gesundheitswesens

Schulungsinhalte
In allen Einrichtungen des Gesundheitswesens hat die Einhaltung aktueller Hygienevorgaben einen hohen Stellenwert. Hygienetechnische Vorgaben dienen vor allem der Gesunderhaltung von Mitarbeitenden und Patienten. Die Hygienebeauftragte im Gesundheitswesen stellt hierbei ein wichtiges Bindeglied zwischen der Hygienefachkraft und dem Stations- oder Bereichspersonal dar. In manchen Bereichen z. B. auf peripheren Rettungswachen, sind Hygienefachkräfte nicht direkt verfügbar, deshalb ist die Hygienebeauftragte Ansprechpartner für die Mitarbeitenden. Des Weiteren ist sie an Schulungen des Personals, an der Umsetzung von Vorgaben auf Arbeitsebene, aber auch für die Kontrolle der Einhaltung beteiligt. Zudem erarbeitet sie zusammen mit der Hygienekommission Verbesserungsvorschläge und versucht diese auf Arbeitsebene umzusetzen.

Der 40 Unterrichtseinheiten umfassende Kurs „Hygienebeauftragter im Gesundheitswesen“ adressiert alle Mitarbeitenden von medizinischen Einrichtungen und Institutionen, die laut Med.Hyg.V. einen Hygienebeauftragten vorhalten müssen. Mit diesem Kurs sprechen wir gleichsam innerklinisches, präklinisches und ambulant tätiges Personal an. Um auf alle Zielgruppen vertieft eingehen zu können, findet ein Tag in berufsspezifischen Kleingruppen statt. Die weiteren Kurseinheiten werden mit allen Berufsgruppen gemeinsam durchgeführt. Die Besonderheit liegt hier an der Zusammenarbeit der berufsgruppenübergreifenen Schnittstellen. Unsere erfahrenen multiprofessionellen Dozenten setzen hierbei modernste Unterrichtsmethoden ein, um die Inhalte handlungsorientiert und praxisnah zu vermitteln.

Themenschwerpunkte

  • Gesetzliche und normative Regelungen zur Krankenhaushygiene
  • Hygienemanagement und Aufgaben des Hygienefachpersonals
  • Nosokomiale Infektionen
  • Surveillance von nosokomialen Infektionen
  • Ausbruchsmanagement
  • Händehygiene
  • Hygienemaßnahmen beim Umgang mit infektiösen Patienten
  • Krankenhaushygienische Begehungen, Analysen und Umgebungsuntersuchungen
  • Verfahrensanweisungen zur Prävention von nosokomialen Infektionen
  • Hygieneanforderungen in verschiedenen Funktions- und Risikobereichen (z. B. OP, Endoskopie, Dialyse)
  • Haut-, Schleimhaut- und Wundantiseptik
  • Aufbereitung von Medizinprodukten, Desinfektion, Sterilisation
  • Schutzkleidung und -ausrüstung
  • Anforderungen an Krankenhauswäsche
  • Lebensmittel- und Küchenhygiene
  • Hygiene im Krankentransport/Überleitungsbögen
  • Hygieneanforderungen an die Wasserversorgung, Trinkbrunnen, Bäder u.a.
  • Anforderungen an bauliche und technische Ausstattungen
  • Anforderungen an die Entsorgung (Abfälle, Abwasser)

Ergänzende Inhalte für den Rettungsdienst

  • Rahmenhygieneplan Rettungsdienst Bayern
  • Durchführen von Infektionstransporten
  • Hygieneanforderungen auf den Rettungswachen
  • PSA im Rettungsdienst und Krankentransport

Module
Modul 1: Einführung in den Lehrgang und rechtliche Rahmenbedingungen zur Infektionshygiene (E-Learning)
Modul 2: Allgemeine hygienetechnische Grundlagen (Hygienetechnik und Hygienemanagement)
Modul 3: Besonderheiten in innerklinischen und ambulanten Funktionsbereichen
Modul 4: Besonderheiten der jeweiligen Berufsgruppen

Vorraussetzung: Dreijähriger Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf mit dreijähriger Berufserfahrung


Zielgruppe: Ärzte Ι dreijähriger Berufsausbildung in einem Gesundheitsfachberuf mit dreijähriger Berufserfahrung: Pflegefachkräfte, Medizinische Fachangestellte, Notfallsanitäter

Dozenten: Benjamin Röhrich und weitere Dozenten

Umfang: 5 Tage – davon 1 Tag Selbststudium im E-Learning, 4 Tage Präsenz und Abschlusstest mit Zertifikat

Teilnahmegebühr: 550,00 €


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