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März 19

Parlamentarisches Frühstück zur Notfall- und Rettungsdienstreform

Das Institut für notfallmedizinische Bildung (INOB) und der Bundesverband für Bildung im Rettungswesen (BVBRW) haben am 19. März zu einem Parlamentarischen Frühstück im Jakob-Kaiser-Haus in Berlin eingeladen und mit Abgeordneten des Gesundheitsausschusses im Bundestag dringend erforderliche Reformansätze diskutiert.

Der deutsche Rettungsdienst ist seit Jahren einem erheblichen Struktur- und Erwartungsdruck ausgesetzt: Die Einsatzzahlen steigen kontinuierlich, insbesondere im Bereich niedrigprioritärer Hilfeersuchen, während hausärztliche und pflegerische Versorgungsangebote vielerorts nur eingeschränkt verfügbar sind. Zugleich steht mit der geplanten Notfallreform die Chance im Raum, die Notfall- und Rettungsdienststrukturen grundlegend neu auszurichten und den Rettungsdienst vom „Lückenbüßer“ hin zu einem eigenständigen Baustein der Primärversorgung weiterzuentwickeln.

Vor diesem Hintergrund haben mehrere Fachgesellschaften und Verbände ein gemeinsames Positionspapier „Vom Lückenbüßer zur Primärversorgung!“ erarbeitet. Beteiligt sind

  • der Bundesverband der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands (BAND),
  • der Bundesverband für Bildung im Rettungswesen (BVBRW),
  • der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst (DBRD),
  • die Deutsche Gesellschaft für Notfallmedizin (DGINA),
  • der Fachverband Leitstellen (FVLST)
  • sowie das Institut für notfallmedizinische Bildung (INOB).

Im Mittelpunkt stehen die gesetzliche Verankerung einer außerklinischen, fallabschließenden Akutversorgung, ein flächendeckend digital vernetztes Gesundheitsleitsystem, spezialisierte Einsatzmittel für niedrigprioritäre Einsätze sowie ein gestuftes Qualifikationssystem für außerklinische Fachkräfte.

Das INOB hat die fachliche Vorarbeit zu diesen Empfehlungen koordiniert. Ziel des Parlamentarischen Frühstücks ist es, die zentralen Vorschläge der Fachgesellschaften und Verbände kompakt zu präsentieren, deren praktische Relevanz für die Versorgungssicherheit zu diskutieren und mögliche Konsequenzen für die Ausgestaltung der Notfallreform zu erörtern.

Schirmherr der Veranstaltung ist Prof. Dr. Hans Theiss MdB, Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion, in der Organisation des Termins wird das INOB vom Fürther Wahlkreisabgeordneten Tobias Winkler MdB unterstützt. Das gemeinsame Positionspapier sowie das Ergebnispapier der Fürther Gespräche 2025, die unter dem Motto „Fallabschließende Bearbeitung niedrigprioritärer Einsätze im Rettungsdienst – entlang der gesamten Versorgungskette“ stattfanden, werden Ihnen im Rahmen der Veranstaltung vorgestellt.